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Wie wir uns selbst verlieren

Der Jenaer Soziologe und Politikwissenschaftler Hartmut Rosa sieht im Interview mit Peter Unfried und Harald Welzer in der tazFUTURZWEI N° 37/26 unser Handeln in der Welt zunehmend von sogn. Konstellationen beeinträchtigt. Dazu zählen bürokratische Abläufe wie Pläne, Regeln, Vorschriften, Protokolle oder auch Algorithmen bzw. die technischen Umsetzungsmöglichkeiten. Weil dabei völlig egal ist, wie sich jeweils die konkrete Situation zeigt und auch persönliche Urteilskraft, Augenmaß und Fingerspitzengefühl nicht mehr gefragt sind, führen diese Konstellationen auf der einen Seite zu Burnout und auf der anderen Seite zum Affektstau.

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Mehr digitale Selbstbestimmung

Meine Beschäftigung mit dem heutigen Thema begann mit dem Wort Enshittification, über das ich stutzte am 30.1.26 im Artikel »Weg mit Big Tech« von Leonhard Dobusch auf der Internet-Platform moment.at – Anfangs dachte ich, es sei ein Druckfehler, bis ich auf Wikipedia erfuhr, dass damit der Sachverhalt beschrieben wird, dass digitale Angebote, d.h. Onlinedienste und -plattformen mit der Zeit an Qualität verlieren, wenn sie dazu übergehen, sich mehr zu monetarisieren.

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»Die Zeit ist aus den Fugen«

Im taz-Magazin »FUTURZWEI« N° 35/2026 widmen sich Peter Unfried und Harald Welzer unter dem Titelthema »Wohnzimmer der Gesellschaft« den »vorhandenen Ressourcen der Demokratie«, verbunden mit der Frage: Wie schaffen wir es, den Menschen Räume bereitzustellen, »in denen sie analog reden, debattieren, Pläne machen, streiten oder einig sein können?« Im Interview mit Harald Welzer fordert der Psychologe und Marktforscher Stephan Grünewald dazu auf, nach dem Vorbild der »Bremer Stadtmusikanten« tätig zu werden entsprechend deren Motto »Was Besseres als den Tod finden wir überall.«