re-view»Wir können auch ganz anders«»Wir haben uns alle ins Misslingen verliebt«, sagt Dr. Carsten Brosda, seit 2017 Leiter der Behörde für Kultur und Medien in Hamburg, in seinem Essay in der ZEIT v. 8.1.26. »Das nervt nicht nur, es ist brandgefährlich.«
re-viewMehr digitale SelbstbestimmungMeine Beschäftigung mit dem heutigen Thema begann mit dem Wort Enshittification, über das ich stutzte am 30.1.26 im Artikel »Weg mit Big Tech« von Leonhard Dobusch auf der Internet-Platform moment.at – Anfangs dachte ich, es sei ein Druckfehler, bis ich auf Wikipedia erfuhr, dass damit der Sachverhalt beschrieben wird, dass digitale Angebote, d.h. Onlinedienste und -plattformen mit der Zeit an Qualität verlieren, wenn sie dazu übergehen, sich mehr zu monetarisieren.
re-view»Die Zeit ist aus den Fugen«Im taz-Magazin »FUTURZWEI« N° 35/2026 widmen sich Peter Unfried und Harald Welzer unter dem Titelthema »Wohnzimmer der Gesellschaft« den »vorhandenen Ressourcen der Demokratie«, verbunden mit der Frage: Wie schaffen wir es, den Menschen Räume bereitzustellen, »in denen sie analog reden, debattieren, Pläne machen, streiten oder einig sein können?« Im Interview mit Harald Welzer fordert der Psychologe und Marktforscher Stephan Grünewald dazu auf, nach dem Vorbild der »Bremer Stadtmusikanten« tätig zu werden entsprechend deren Motto »Was Besseres als den Tod finden wir überall.«
re-viewAuf dem Wege zu Amor MundiDas gemeinsame Essen am Familientisch ist heute wichtiger denn je, sagt Max Scharnigg in seinem Essay »Am Tisch des Lebens« in der Süddeutschen vom 23.12.25. »Es hält nicht nur Familien, sondern auch die Gesellschaft zusammen«, so sein Argument.
re-view»Sprich zum Elefanten!«Michael Allmaier besucht in Budapest den Politologen Levente Littvay. Der beschäftigte sich früher mit der Vererbbarkeit von Überzeugungen. Das ist ihm zu langweilig geworden. Es stimme zwar, dass die Gene eines Menschen beeinflussen, woran er glaubt. Aber auch wer zum Rebellen geboren sei, werde keiner in Nordkorea. Darum sind Populismus und Verschwörungstheorien heute seine Themen.
re-viewDie Frau, die den Tieren Namen gab»In der Bibel galten Tiere noch als Objekte, im 17. Jahrhundert beschrieb sie der französische Philosoph René Descartes als seelenlos, als Maschinen, die wir zu unserem Nutzen verwenden konnten.« Daran erinnert Katharina Kropshofer in ihrem Nachruf auf Jane Goodall in der Wiener Wochenzeitung Falter.
re-viewChemnitz und die AngstWir waren da. Meine Frau und ich. In Europas Kulturhauptstadt 2025! In Chemnitz. Einer der früher reichsten deutschen Städte.
re-view»Firewalls im Kopf«Worüber spricht man, was verschweigt man? Der amerikanische Vizepräsident J.D. Vance sagte am 14.2.25 auf der Münchner Sicherheitskonferenz »There is no room for firewalls«. Er sieht die Freiheit der Meinungsäußerung auf dem Rückzug.
re-view»Das unsichtbare Band«Als Kind wurde die kurzhaarige österreichische Comic-Zeichnerin Ulli Lust von älteren Frauen immer wieder gefragt: «Bist du a Bui oda a Mensch?»; denn »Mädchen« hatte sich im Dialekt abgeschliffen zu »a Mensch«. Die Antwort konnte also nur lauten: »I bin a Mensch!«
re-viewWo man immer Bäume gefällt hat, fällt man Bäume»Wenn wir nicht aufhören können, können wir mit Endlichkeitsproblemen wie dem Klimawandel oder dem Artensterben auch nicht fertigwerden.«
re-viewWollen Sie das überhaupt?Wir leben in einer Gesellschaft, die einen als »individuelle Freiheit getarnten Egoismus« vor das Wohlergehen anderer stellt. Erforderlich ist darum ein »Systemwandel statt Klimawandel«
re-viewArmutsforscher fordert EhrlichkeitBeitrag von Christoph Butterwegge in der Süddeutschen vom 23. April 2021 »Die Armut frisst sich in die Mitte« (bit.ly/3es6VOR)