Informationsveranstaltung
Fortschritte und Lösungen
, von Stephanie Rutke

Ohe – Als Fortsetzung des Rundgangs durch Ohe im vergangenen September besuchte Bürgermeister Björn Warmer jetzt den Stadtteil, um über den Fortschritt der verschiedenen Projekte zu informieren. Anhand einer Präsentation vollzog er den Rundgang durch Ohe nach.
»Wir wollen einen Fünf-Jahres-Plan erstellen«, so Warmer. Er betonte, dass die Perspektive von der Leistungsfähigkeit der Stadt abhänge. Eine lange Liste von dringenden Projekten, leere Kassen, massiv gestiegene Kosten und Personalengpässe machen die Situation nicht einfach. Und eins kommt hinzu: »Alles hat sich geändert, nur die Ansprüche nicht«, so der Bürgermeister.
Es gelte jetzt, eine Prioritätenliste zu erstellen und zwar nach eigenen Kriterien, denn zwingende Kriterien gibt es nicht. Was ist dringlich, was notwendig und was kann sich die Stadt leisten und was bewegt die Bürgerinnen und Bürger emotional? Noch gibt es keine Priorisierung, aber eine Aussage des Bürgermeisters, die Mut macht: »Ich bin hemmungslos optimistisch, das wird funktionieren, aber lange dauern.«
Eine Übersicht über die Investitionen für anstehende Projekte machte deutlich: Die Kosten sind enorm. Für das größte Projekt in Ohe – ein neues Feuerwehrgerätehaus – stehen mehr als 21 Millionen Euro im Raum. Ob und wo man an der Kostenschraube drehen kann, stelle sich die Frage. In Bezug auf den geplanten Neubau betonte Warmer: »Niemand will etwas bremsen oder verzögern.«
Wichtiges Projekt im Stadtteil ist die Sportanlage. »Hier gibt es wesentliche Fortschritte«, so der Bürgermeister und zeigte kurz eine Architektenzeichnung, die am 10. März in den Ausschuss geht. »Man muss eine solche Sportanlage nicht in einem Stück realisieren«, betonte er. Aktuell gebe es bei Land und Bund Fördermittel für Sportprojekte, um die sich die Stadt bewerben wird. Nach aktuellem Stand sollen Ende März die Arbeiten am Fußballplatz beginnen.
Für die übrigen Projekte in Ohe gab es gute Nachrichten: Die Pflege des Padasjoki-Platzes soll intensiviert und die Gefahrenstelle gegenüber dem Kiek In entschärft werden. Zur Verkehrssituation im Bereich Hünengrab/Hoibeken teilte der Bürgermeister mit, dass er den Kreis informiert habe und eine Lösung gesucht wird. Zum schlechten Zustand des Fuß- und Radweges von Ohe zur Möllner Landstraße teilte er mit, dass das Thema intern beleuchtet werden soll.
Über den Stadtteil hinaus beschäftigt die Oher auch die Reinbeker Innenstadt. Ein Nahversorger im Zentrum fehlt und das CCR in seiner Gesamtheit bezeichnete der Bürgermeister als »aus der Zeit gefallen«. Die Monokultur in der Bahnhofstraße ist auch darauf zurückzuführen, dass Investoren krisenfeste Mieter haben möchten. Wenn zunehmend der Online-Handel genutzt wird, wirkt sich das auf die Geschäfte aus.
Ein nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag aus dem Publikum bezüglich der Fläche des Rewe-Marktes erntete Lacher: »Von Baumarkt bis Bordell wäre doch alles möglich.«