Menschen bei uns
Sie stemmt schwierige Projekte mit viel Idealismus
, von Stephanie Rutke

Aumühle – Seit fast sechs Jahren ist Daniela von der Beek Geschäftsführerin des TuS Aumühle-Wohltorf. Mit viel Idealismus erfüllt sie diese Aufgabe, die mit Blick auf große Projekte wie den Ersatzbau für das Sport- und Jugendheim sehr herausfordernd sein kann. Das ist genau ihr Ding, denn sie liebt Herausforderungen und jede Art von Sport. Ob Tennis, Skifahren, Wandern oder Rafting – mit der Familie oder alleine mit ihrem Mann. Urlaube sind Aktiv-Urlaube und dürfen gerne abenteuerlich sein. „Ich möchte mich inspirieren lassen und neue Leute kennenlernen“, sagt die Aumühlerin, die ein echter Familienmensch ist. „Die Familie ist meine stabile Basis und mein Ausgleich.“
Daniela von der Beek ist als Geschäftsführerin in Teilzeit beim TuS angestellt. Als Diplomkauffrau bringt die 58-Jährige eine Menge Know-how mit. „Ich habe lange bei Unilever gearbeitet“, erzählt die Mutter von drei Söhnen im Alter von 19, 22 und 24 Jahren. Seit 2002 lebt sie mit ihrem Mann Albrecht Schneider und der Familie in Aumühle. Inzwischen sind ihre Söhne ausgezogen – trotzdem ist das Zuhause der Familienmittelpunkt.
Sie hat sich mit einer Firma für Strategieberatung und Marketing selbständig gemacht, als die Kinder kamen. Mit der Firma war vor einigen Jahren Schluss, der Übergang zum Job als Geschäftsführerin beim Sportverein war fließend. Mittlerweile ist auch ihr Mann viel öfter im Einsatz für den TuS. Als Marketingexperte hat er die große Spendenaktion, mit der Geld für die Innenausstattung gesammelt wurde, betreut. Er war sehr erfolgreich, denn es sind 31.814 Euro zusammen gekommen für die Ausstattung des Neubaus in den Bereichen Sport, Tresen und Küche sowie für die Sauna und den Jugendraum.
„Der Job beim TuS bedeutet schon viel Idealismus, de facto ist es ein Ehrenamt“, sagt die Geschäftsführerin. Sie ist mit vollem Einsatz dabei und betreut zusammen mit den Vorstandskollegen Stefan Bormann und Norbert Pfeiffer seit vielen Jahren ihr Herzensprojekt: den Ersatzbau für das Sport- und Jugendheim.
Was ist ihr Antrieb dabei? „Ich wollte das Projekt „Vereinsheim“ unbedingt realisieren“, erklärt von der Beek, die gerne selbst entscheidet und Prioritäten für sich setzt. Dabei lässt sie sich auch von schwierigen Phasen nicht abschrecken, denn ihr Motto lautet: „Ich mag keine Routine.“ Die hat sie seit Jahren nicht, da ein so großes Projekt immer wieder neue Herausforderungen mit sich bringt. Mit der nötigen Ruhe, viel Knowhow und einem starken Team hat sie ihr Ziel konsequent verfolgt.
„Ich habe nicht verstanden, warum es immer wieder die Idee gab, das alte Gebäude doch noch zu sanieren“, sagt sie mit Blick auf die Liste der Mängel am alten Sport- und Jugendheim: Enorme Energiekosten durch einfach-verglaste Fenster, eine Außentür, die sich nicht mehr schließen ließ, Schimmel in der Hausmeisterwohnung oder ständig verstopfte Urinale sind nur einige Stichworte.
2019 hat sich Daniela von der Beek mit ihren Vorstandkollegen mit dem vorherigen TuS-Vorstand zusammengesetzt, um zu überlegen, was zu tun ist. „Der Tenor war ‚Wenn ihr eine Chance seht, dann macht das‘“, erinnert sie sich an die ersten Gespräche. Es folgten Verhandlungen mit der Gemeinde - als „Neubau-Team“, noch ohne offizielle Funktion. „Das war am Anfang sehr schwierig und wirklich harte Arbeit“, sagt die Aumühlerin heute. Aber das Team hat nicht aufgegeben: Die politisch Engagierten in der Gemeinde wurden eingeladen, das Projekt vorgestellt und mit der Gemeinde eine Arbeitsgemeinschaft gegründet. „Unser Ziel war es, gemeinsam eine gute Lösung zu finden“, erklärt von der Beek.
Die Entscheidung für den Neubau fällte die Aumühler Gemeindevertretung im Frühsommer 2023 mit knapper Mehrheit. Es gab einen Konsens unter den Kommunalpolitikern, dass eine Entscheidung zugunsten des Sportvereins fallen sollte. Schließlich ist der TuS Aumühle-Wohltorf mit seinen aktuell 1250 Mitgliedern ein großer Verein, der sehr beliebt ist. Die Mitgliederzahl steigt seit Jahren, die Tennisabteilung gehört mit 560 Mitgliedern zu den größten in der Region und hat viele sehr erfolgreiche Spielerinnen und Spieler.
„Es war schön für mich zu sehen, dass sich die Arbeit für das Projekt ausgezahlt hat und Verein und Gemeinde gut zusammenarbeiten“, so Daniela von der Beek, die ihr Büro jetzt im Neubau hat. Sie ist eine Teamplayerin und freut sich, dass auch ihr Mann mit dabei ist. Der hat nämlich nicht nur sehr viele Spenderinnen und Spender motiviert, sondern ist jetzt auch für die Eröffnungsveranstaltung verantwortlich.
Aktuell fiebern alle der Fertigstellung entgegen. Der TuS Aumühle-Wohltorf hat für den 18. April zur großen Eröffnung eingeladen. Ab 14 Uhr startet der „Tag der offenen Türen“ mit Mitmach-Angeboten der Sparten Fußball, Handball, Tennis und LVG, dazu gibt es eine Tombola und einen Info-Stand mit TuS-Kleidung. Die neue Vereinsgastronomie „Villagio“ ist geöffnet und abends feiern die TuS-Mitglieder bei der vereinsinternen Party.
Daniela von der Beek wird an diesem Tag mitfeiern und kann froh und stolz sein, ihr Ziel erreicht zu haben.