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»Was hat das eine mit dem anderen zu tun?«

, von Hartmuth Sandtner

»Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun!?« Diese Frage zu beantworten braucht in hitzigen Diskussionen häufig mehr Zeit als man eigentlich dachte, als man locker meinte, sich in eine Debatte einbringen zu müssen.

Dabei ist es doch so offensichtlich, wie alles miteinander zusammenhängt. Wie am Henkenhoop, wo lautstarke Jugendliche Alkohol und Drogen in einem Pavillon konsumieren. Und ich denke: Was sollen die denn auch anderes tun, wenn man in Wentorf nach Schulschluss sich nicht einfach mal nur zum Basketball treffen kann in einem real existierenden Basketballkäfig! Wenn es unzähliger Diskussionen und Sitzungen und Zeit bedarf und auch der Kreis noch seinen Senf dazu geben muss, den Jugendlichen hier in Wentorf eine ganz einfache Möglichkeit zur Betätigung oder auch zum Frustabbau zu gewähren.

Jetzt sagt natürlich gleich jemand: Das würden DIE sowieso nicht nutzen! Das ist doch unglaublich, welches Bild da unsere Gesellschaft ausbreitet. Der Kinder- und Jugendbeirat soll gemeinsam mit Kinder- und Jugendpfleger Mario Kramer einen Lösungsvorschlag erarbeiten und dann – wahrscheinlich im Dezember oder im neuen Jahr – dem Liegenschaftsausschuss vorlegen ...

Den Pavillon zurückbauen oder die Seitenwände und Bänke entfernen – damit es da nicht so gemütlich ist – das ist verboten, aber zuschließen darf man ihn. Auch will man die Kinder und Jugendlichen durch die Zustände nicht gefährden. Und gerade DAS tut man! – Na jaa – die Jugendlichen und jungen Erwachsenen kommen doch aus Glinde, Neuallermöhe und Harburg! Ist diese Denke eigentlich schon Rassismus? Mit denen meint man so umgehen zu können, das ist doch nicht unsere Jugend? Und dann ist es vielleicht auch in Wentorf ganz anders als man denkt, denn beim G20-Gipfel in Hamburg, wie man jetzt weiß, kamen die meisten Störer auch nicht aus der Fremde, sondern aus Hamburg und seinem Umland.

Die nächtlichen Einsätze der Polizei sind nicht ausreichend, wird beklagt. Und man weiß, »das ist einfach eine Katastrophe, das kann da nicht so weitergehen«.

Aber was man tut, sieht man am Beispiel mit dem Antrag des Kinder- und Jugendbeirates auf Freigabe des Basketballkäfigs für die Jugend... Ach ja, und man will sich im Mittelzentrum beschweren, dass man sich von der Polizei alleingelassen fühlt.

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