Standort soll modernisiert werden
Sportanlage Ohe vor umfassender Erneuerung
, von Imke Kuhlmann

Reinbek – Für die Sportanlage Ohe zeichnet sich nach jahrelangen Diskussionen eine konkrete Perspektive ab. Die Stadt Reinbek plant, den Standort zu modernisieren und auszubauen. Im Mittelpunkt stehen ein neues Vereinsheim und ein zusätzliches Großspielfeld. Die Stadtversammlung hat dafür jetzt die nächsten Planungsschritte auf den Weg gebracht. Damit werden zugleich die früher diskutierten Pläne für ein neues Sportzentrum in Neuschönningstedt endgültig abgelöst.
Zunächst soll das bestehende Vereinsheim durch einen Neubau ersetzt werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Planung voranzutreiben und einen Bauvorbescheid einzuholen. Vorgesehen ist eine Bruttogrundfläche von höchstens 1.700 Quadratmetern. Gleichzeitig gilt ein verbindlicher Kostendeckel von 6,285 Millionen Euro. Erst wenn die Ergebnisse dieser ersten Planungsphase vorliegen, sollen die zuständigen Ausschüsse und die Stadtvertretung über die weitere Planung entscheiden. Grundlage ist eine Bedarfsermittlung, die im Sommer gemeinsam mit dem Sportverein, Vertretern der Fraktionen sowie dem Senioren- und Behindertenbeirat erarbeitet wurde. Unter Leitung eines Architekturbüros wurden die räumlichen Anforderungen überprüft und weiterentwickelt. Geplant sind unter anderem Umkleiden für Fußball und Tennis, Veranstaltungs- und Vereinsräume sowie drei Kursräume. Auch eine Küche für eine professionelle gastronomische Nutzung ist vorgesehen. Bei der Bauweise empfiehlt die Verwaltung zunächst eine konventionelle Massivbauweise. Eine ebenfalls untersuchte Holz-Hybridvariante wäre nach der Grobkostenschätzung rund 360.000 Euro teurer. Angesichts der angespannten Haushaltslage soll die kostengünstigere Variante weiterverfolgt werden. Fördermöglichkeiten sollen in die weitere Planung einbezogen werden.
Parallel dazu soll die Sportanlage nach Norden erweitert werden. Dafür will die Stadt die notwendigen Grundstücke an der bestehenden Anlage erwerben. Die beiden Flächen umfassen zusammen rund 6,1 Hektar. Sie werden benötigt, um die geplante Sportfreifläche beziehungsweise das neue Großspielfeld einschließlich eines Lärmschutzwalls realisieren zu können. Für diese Maßnahme wurde ein verbindlicher Kostenrahmen von 4,15 Millionen Euro festgelegt. Der Grundstückskauf soll möglichst noch in diesem Jahr erfolgen.
Für den FC Voran Ohe bedeutet die Entscheidung vor allem Planungssicherheit. Der rund 1.200 Mitglieder starke Verein wartet seit Jahren auf bessere Bedingungen. Die neue Lösung soll den Sportstandort am bisherigen Platz sichern und zugleich Raum für eine zeitgemäße Weiterentwicklung schaffen. Die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen soll schrittweise erfolgen.