Medizinische Notfälle
Reinbeker Schulen sollen besser für Notfälle gerüstet sein
, von Imke Kuhlmann

Reinbek – In Reinbeks Schulen soll die Ausstattung für medizinische Notfälle verbessert werden. Die SPD-Fraktion hat angeregt, fehlende automatisierte externe Defibrillatoren (AED) anzuschaffen und zugleich die Erste-Hilfe-Ausbildung von Schülerinnen und Schülern auszubauen. Der politische Vorstoß wurde im Hauptausschuss beraten und erweitert. Die Verwaltung soll nun prüfen, wie die Schulen mit weiteren Geräten ausgestattet werden können und welche Fördermöglichkeiten dafür bestehen.
Hintergrund ist eine Bestandsaufnahme der Stadt. Sie zeigt, dass die Versorgung mit Defibrillatoren an Reinbeker Schulen bislang nicht einheitlich und nicht ausreichend ist. AEDs stehen derzeit nur an einem Teil der Lernorte zur Verfügung, während an mehreren Schulen noch kein Gerät vorhanden ist. Die SPD verbindet die Anschaffung der Geräte mit einer stärkeren Vermittlung von Erste-Hilfe-Kenntnissen. An der Gemeinschaftsschule und am Gymnasium gibt es bereits Schulsanitätsdienste, bei denen Jugendliche entsprechend geschult werden. An den übrigen Schulen soll nach den Vorstellungen der Fraktion ebenfalls ein altersgerechtes Angebot geschaffen werden. Gerade an den Grundschulen unterscheiden sich die bisherigen Formate. Teilweise wird Erste Hilfe im Rahmen von Projekttagen vermittelt, an anderer Stelle erhalten bestimmte Jahrgänge eine entsprechende Schulung.
Auch der Bereich Selbstschutz soll dabei betrachtet werden. Die SPD regt an zu prüfen, die Kinder und Jugendlichen auf besondere Krisen- oder Notfallsituationen vorzubereiten. Ziel ist es, ihnen praktische Kenntnisse zu vermitteln, mit denen sie sich selbst und anderen helfen können, wenn professionelle Unterstützung nicht sofort verfügbar ist. Ein AED soll dabei eine zusätzliche Möglichkeit für schnelle Hilfe sein. Die Geräte sind so ausgelegt, dass sie auch von geschulten Ersthelferinnen und Ersthelfern bedient werden können. Sprachliche Hinweise und visuelle Anleitungen führen durch die einzelnen Schritte. Die SPD verweist darauf, dass ein plötzlicher Herzstillstand Menschen unabhängig vom Alter treffen kann und schnelle Hilfe in einer solchen Situation entscheidend ist.