Gesundheit

Ab Oktober wird die »Gesunde Pause« eingeführt

, von Stephanie Rutke

Bürgermeister Kathrin Schöning (l.) und Lea Marsian, Personalsachbearbeiterin in der Gemeinde, organisieren die »Gesunde Pause«.

Wentorf – Für Bürgermeisterin Kathrin Schöning ist die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus und den Außenstellen eine Herzensangelegenheit. Damit die Beschäftigten sowohl physisch als auch psychisch fit bleiben, gibt es ab Oktober ein neues Angebot für sie: Die »Gesunde Pause«.

Im Rathaus und in den Außenstellen arbeiten insgesamt 145 Beschäftigte. Rund die Hälfte von ihnen hat ihren Arbeitsplatz im Rathaus, die andere Hälfte verteilt sich auf die Sekretariate und Hausmeister der drei Schulen, Mitarbeiter des Betriebshofes, der Feuerwehr, der Bibliothek und anderer Einrichtungen der Gemeinde. Während die meisten von ihnen klassische Schreibtischjobs haben, arbeiten zum Beispiel die Mitarbeiter im Betriebshof meist körperlich.

»Die Mitarbeitergesundheit ist ein komplexes Thema, denn es gibt hier sehr unterschiedliche, individuelle Arbeitsplätze und Tätigkeiten«, beschreibt Kathrin Schöning die Ausgangslage. Für alle gibt es ab Oktober ein neues, freiwilliges Angebot: »Die »Bewegte Pause«. Einmal wöchentlich für 15 Minuten wird Sandra Schimpf, Mitarbeiterin im Jugendtreff Prisma und lizensierte Pilates-Trainerin, Übungen zeigen, die leicht in den Alltag und den Arbeitstag integriert werden können.

»Ich hatte selbst Schulter-Nacken-Probleme, die durch eine Verspannung ausgelöst wurden«, sagt Bürgermeisterin Schöning, die aus eigener Erfahrung weiß, wie schmerzhaft Verspannungen sein können. Geholfen haben ihr neben Physiotherapie auch leichte Kräftigungsübungen und bei Bedarf das Arbeiten am höhenverstellbaren Schreibtisch.

»Im Rathaus sind alle Arbeitsplätze mit höhenverstellbaren Schreibtischen und ergonomischen Stühlen ausgestattet«, so die Verwaltungschefin. Schwachstelle seien die Außenstellen, wo es hinsichtlich dieser Ausstattung noch Nachholbedarf gebe.

»Das wöchentliche Training wird am Donnerstag angeboten, denn das ist im Rathaus der lange Arbeitstag für die Vollzeitbeschäftigten«, erklärt sie. Wer teilnehmen möchte, meldet sich an und geht für die 15-minütige Einheit direkt vom Arbeitsplatz in den Sitzungssaal, wo gemeinsam trainiert wird. »Es soll ein niedrigschwelliges Angebot sein, deshalb kann man in Alltagskleidung mitmachen«, erklärt Lea Marsian, Personalsachbearbeiterin in der Gemeinde. Bei gutem Wetter kann die kleine Entspannungseinheit auch draußen stattfinden. »Wir sind gespannt, wie das Angebot angenommen wird«, so Kathrin Schöning. Für sie als moderne Arbeitgeberin ist das Thema »Gesundheit« sehr wichtig und sie sieht es als ihre Fürsorgepflicht an gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

»Man muss für sich selbst erkennen, was einem gut tut«, weiß Schöning. Und manchmal ist es eine kleine Pause, ein tiefes Durchatmen oder einfach mal fünf Minuten Ruhe, damit der komplexe Arbeitstag bewältigt werden kann. »Wir arbeiten hier in der Gemeinde für die Bürger und müssen sowohl mit dem Geld als auch mit unseren Ressourcen gut wirtschaften«, so die Verwaltungschefin.

Bisher gibt es für die Mitarbeiter eine Betriebssportkooperation mit dem Freizeitbad Reinbek und dem Naturbad Tonteich: Sie dürfen die Einrichtungen kostenlos nutzen. »Dieses Angebot wird gut angenommen«, weiß Marsian.

Aber das ist noch nicht alles, denn die Gemeindeverwaltung nimmt zum ersten Mal an der »Mental Health Week« teil, die in Kooperation mit einer Krankenkasse vom 5. bis 9. Oktober stattfindet. »Es ist ein digitales Angebot, das sich an alle unsere Mitarbeiter-innen und Mitarbeiter wendet«, erklärt Lea Marsian. Die Teilnahme ist während der Arbeitszeit sowohl im Büro oder Homeoffice möglich. Angeboten werden unterschiedliche Themen von Resilienz über Burnout-Prävention bis zu Einsamkeit. Renommierte Trainerinnen und Trainer halten die Vorträge.

»Das ist ein kostenfreies Angebot in Kooperation mit der Krankenkasse und es fällt in den Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement«, erklärt Kathrin Schöning. Sie beschäftigt sich schon lange mit dem Thema »Positives Denken« und weiß wie wichtig es ist, das in den Alltag zu integrieren. Man spüre immer deutlicher, wie viele Menschen müde und erschöpft seien und auch bei den jüngeren falle das immer mehr auf.

Im Rathaus wird noch mehr getan für die Gesundheit der Mitarbeiter: Im Flur steht ein Wasserspender und jeder bekommt seine eigene Wasserflasche, gegen die Sommerhitze wurden Ventilatoren für die Büros angeschafft und eine kostenlose Grippeimpfung wird ebenfalls angeboten.

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