Wahl Seniorenbeirat
Mitreden, mitgestalten und etwas bewegen
, von Imke Kuhlmann

Reinbek – Am 19. November wird in Reinbek ein neuer Seniorenbeirat gewählt. Dafür sucht die Stadt engagierte Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren, die sich ehrenamtlich für die Interessen älterer Menschen einsetzen und die Entwicklung der Stadt mitgestalten möchten. Auch Vorschläge für geeignete Kandidatinnen und Kandidaten sind willkommen.
Der amtierende Seniorenbeirat hat noch einige Monate Arbeit vor sich. Neben laufenden Angeboten wie Stadtrundfahrten, Themenfrühstücken und turnusgemäßen Sitzungen stehen bereits die Themen- und Terminplanungen für das Jahr 2027 an. Gleichzeitig beginnt die Suche nach den Mitgliedern des neuen Beirats. Aus dem derzeitigen Gremium wollen sich viele erneut zur Wahl stellen, zugleich soll die Wahl ausdrücklich auch neuen Interessierten die Möglichkeit eröffnen, sich einzubringen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht nach Angaben des Seniorenbeirats die Schaffung einer seniorengerechten Infrastruktur. Dazu gehören unter anderem Barrierefreiheit, sichere Gehwege, ausreichende Beschilderung, öffentliche Toiletten und bezahlbarer Wohnraum. Seit 2019 bringt der Beirat entsprechende Anliegen in die kommunalpolitische Arbeit ein, stellt Anträge und nimmt mit Rederecht an den Sitzungen der Fachausschüsse teil.
Aktuell arbeitet der Seniorenbeirat unter anderem an einer Befragung zur »Lebensqualität in Reinbek«. Außerdem beschäftigt sich das Gremium intensiv mit dem Thema Einsamkeit im Alter. Nach dem Vorbild des Hamburger Hausbesuchs soll auch in Reinbek ein kostenloses Besuchsangebot entstehen, bei dem speziell geschulte Mitarbeitende ältere Menschen vertraulich zu Fragen rund um das Älterwerden beraten können. Auch die Anpassung an den Klimawandel gehört zu den Themen des Seniorenbeirats. Gemeinsam mit Akteuren aus Reinbek, Glinde und Wentorf wurde die Planung zu Hitze, Starkregen und weiteren Maßnahmen begleitet. Ein Antrag des Beirats zur Einrichtung öffentlicher Wasserspender wurde mehrheitlich angenommen, die Umsetzung steht noch aus. Das Thema Hitze und seine Bedeutung für den Bevölkerungsschutz wird den Beirat nach eigener Einschätzung auch in den kommenden Jahren beschäftigen.
Wählbar sind Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben oder noch in diesem Jahr vollenden, seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz in Reinbek gemeldet sind und nicht vom Wahlrecht oder von der Wählbarkeit ausgeschlossen sind. Nicht kandidieren können Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, bürgerliche Mitglieder eines Ausschusses, Beschäftigte der Stadtverwaltung sowie Vorstandsmitglieder der Wohlfahrtsverbände auf Orts- und Kreisebene. Die Formulare für die Kandidatenvorschläge sind auf der Internetseite der Stadt Reinbek zu finden oder können beim Fachbereich Bürgerangelegenheiten unter 040-72750264 angefordert werden. Außerdem liegen Sie dieser Ausgabe des »Der Reinbeker« bei. Die Wahlvorschläge müssen bis Freitag, 25. September, 18 Uhr, im Reinbeker Rathaus vorliegen. Eine öffentliche Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten ist für den 22. November im Jürgen Rickertsen Haus geplant.Imke Kuhlmann