Wahl am 19. März

Behindertenbeiratswahl: Kandidaten stellten sich vor

, von Leif Sandtner

Reinbek – Am 19. März wird in Reinbek zum vierten Mal ein Behindertenbeirat gewählt. Das Gremium besteht aus fünf Personen, setzt sich für Belange von Menschen mit Handicap und für Barrierefreiheit ein. Diesmal stehen sechs Kandidaten zur Wahl. Am Donnerstag, 5. Februar, stellten sie sich bei einer Behindertenbeirats-Konferenz im Jürgen Rickertsen Haus der Öffentlichkeit vor. Bürgervorsteherin Brigitte Bortz moderierte die Veranstaltung.

Die Kandidaten sind :

Rudolf Bieberich (68) ist pensionierter Elek-tromechaniker. Er setzt sich durch die Schwerbehinderung seiner Frau täglich mit den Problemen und Hindernissen im Alltag auseinander und ist motiviert, an Veränderungen in Reinbek mitzuwirken. Hobby: Mitglied im Spielmannszug der TSV Reinbek.

Norbert Dubberstein (69) war 40 Jahre beim Fernmeldeamt/Deutsche Telekom beschäftigt, ist seit zwölf Jahren in Pension und seitdem auch im Seniorenvorstand von Ver.di aktiv. Als Mensch mit Gehbehinderung und Nutzer eines Rollators möchte er sich für die Behinderten mit Rollator, Scooter (Seniorenmobile) und Rollstuhl stark machen.

Volker Müller (78) war Leiter des Gemeinschaftszentrums Sönke Nissen Park Stiftung, ist Mitglied des Stiftungsvorstandes und seit 2016 stellvertretender Vorsitzender. Er ist ehrenamtlich in der Südstormarner Vereinigung für Sozialarbeit tätig und Vereinsratsmitglied. Bis 2021 war er 27 Jahre Stadtverordneter in Reinbek und 25 Jahre SPD-Fraktionsvorsitzender.

Torsten Sierich (74) war Programmierer bei der Telekom und Vertrauensperson für schwerbehinderte Menschen sowie ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Hamburg. Seine Hobbys sind Modelleisenbahn und Computer. Er möchte seine beruflichen Erfahrungen in der Arbeit für Menschen mit Behinderung einbringen und Reinbek barrierefreier gestalten.

Michael Graf von Sparr (64) war Leiter im Einkauf und Logistik der Elbe Flugzeugwerke Dresden und zehn Jahre in China im Bereich Aufbau Fabrik Endmontage und General Procurement für Airbus tätig. Ehrenamtliches Engagement: Mitgestaltung der Nacht der Kirchen, Ökumenebeauftragter

Wilfried Völter (77) war hauptamtlicher Personalrat der Arbeitsagentur Hamburg. Ehrenamtlich engagiert er sich in der Reinbeker Feuerwehr, zuletzt als stv. Wehrführer. Er möchte sein Wissen und seine Lebenserfahrung einbringen, um Positives für Menschen mit Einschränkungen zu bewirken.

Der Behindertenbeirat ist ein Eckpfeiler der Weiterentwicklung von Barrierefreiheit und Inklusion in Reinbek. Durch sein Wirken wurden schon viele Projekte umgesetzt. Beispiele sind die Einführung taktiler Straßenschilder zur besseren Orientierung und die barrierearme Gestaltung von Bushaltestellen im Stadtgebiet.

Wahlberechtigt sind Einwohnerinnen und Einwohner, die behindert sind im Sinne des § 2 Abs. 1 des Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein. Eine Bedingung: Sie müssen 16 Jahre alt sein.

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