Feier im Reinbeker Sachsenwald-Forum
70 Jahre Filmring Reinbek
, von Imke Kuhlmann

Reinbek – Ein Abend ganz im Zeichen des Films. Rund 100 Gäste haben das 70-jährige Bestehen des Filmrings Reinbek im Reinbeker Sachsenwald-Forum gefeiert. Eingeladen waren Menschen, die sich über die Jahre für den Verein engagiert haben, sowie Mitglieder und Freunde des Filmrings. Gefeiert wurde dort, wo sonst regelmäßig die Filmabende stattfinden. Den Auftakt machte ein Empfang im Foyer, bevor die Gäste im festlich dekorierten Saal am Buffet zusammenkamen. Auch Bürgermeister Björn Warmer war Teil des Jubiläumsabends. Er wurde digital zugeschaltet und würdigte die Bedeutung des Filmrings für Reinbek.
Im Mittelpunkt stand unter anderem ein Blick zurück auf die Geschichte des Vereins. Der Vorstand berichtete über die Anfänge des Filmrings, der 1956 gegründet wurde. Damals trafen sich Schülerinnen und Schüler der Sachsenwald-Schule um Fritz Arp und überlegten, wie sie die jüngste Geschichte mit Hilfe von Filmen aufarbeiten könnten. Aus diesen Anfängen entwickelte sich das Programmkino, das bis heute einmal im Monat im Sachsenwaldforum zu sehen ist. Bis heute wird der Filmring von ehrenamtlichem Engagement getragen. Rund 15 Helferinnen und Helfer kümmern sich bei den Vorstellungen unter anderem um den Einlass, die Snackbar, die Technik und die Vorbereitung der Räume. Dass dieses Engagement vom Publikum angenommen wird, zeigen die Besucherzahlen. Um die 300 Menschen kommen regelmäßig zu den Filmvorstellungen. Gezeigt werden aktuelle Filme, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen. Unter anderem dürfen sie noch nicht auf Streamingdiensten oder DVD verfügbar sein und eine Laufzeit von 120 Minuten nicht überschreiten. Bei der Auswahl des Programms können Interessierte mitwirken. Sowohl Mitglieder des Teams als auch weitere Interessierte können Filmvorschläge unterbreiten. Nach dem Rückblick auf sieben Jahrzehnte Filmring durfte natürlich auch das gemeinsame Kinoerlebnis nicht fehlen. Gezeigt wurde »Glenkill«, ein ungewöhnlicher Schafskrimi nach dem Roman von Leonie Swann. Im Mittelpunkt steht eine Schafherde, die nach dem Tod ihres Schäfers selbst Ermittlungen aufnimmt. »Es war rundum ein schönes Fest«, sagt Pressesprecher Wilfried Völter.
Aktuell beteiligt sich der Filmring außerdem an der DM-Aktion »Lust an Zukunft«. Bürgerinnen und Bürger können dabei lokale Initiativen mit ihrer Stimme unterstützen. Im DM-Markt in der Liebigstraße 1 in Reinbek stehen zwei Kästen bereit, in die die entsprechenden Herzen für die ausgewählten Initiativen eingeworfen werden können. Auch online kann unter lust-an-zukunft.de abgestimmt werden. Die Initiative mit den meisten Stimmen erhält eine finanzielle Förderung.
Und auch die nächsten Kinoerlebnisse stehen bereits fest: Am Montag, 5. Oktober, 19.30 Uhr, zeigt der Filmring im Sachsenwald-Forum »So klingt das Leben« (Lesen Sie mehr auf S. 23). Am 2. November, folgt »Adams Acht«. Der Film spielt in Ratzeburg Ende der 50er Jahre und läuft gerade erst in den Kinos an. Weitere Informationen gibt es unter www.filmring-reinbek.de