Mordsspaß im Musikantenstall

Hinter Jodelklängen lauert das Verbrechen

, von Imke Kuhlmann

Wentorf – Die Wentorfer Bühne startet in die heiße Phase ihres Sommertheaters 2026. Der Vorverkauf für die Krimipersiflage »Mordsspaß im Musikantenstall« hat begonnen und erstmals gibt es die Eintrittskarten in der Haspa-Filiale Wentorf. Vom 10. bis zum 12. Juli (Freitag 19 Uhr, Sonnabend 18 Uhr, Sonntag 17 Uhr) verwandelt sich die Aula des Gymnasiums Wentorf, Hohler Weg 16, in die Kulisse einer schrägen Fernsehwelt. Im Mittelpunkt stehen Moni und Matti Meier, das vermeintliche Traumpaar der Volksmusik. Doch während der Aufzeichnung ihrer Weihnachtssendung geraten Eifersucht, Intrigen und Karrierepläne außer Kontrolle bis plötzlich ein Produzent tot auf der Bühne liegt. Regisseurin Daniela Snijders verspricht eine Persiflage auf die Welt der Volksmusik mit jeder Menge Situationskomik und skurrilen Figuren. »Das Stück macht richtig Spaß«, sagt sie.

Dass hinter den Kulissen ebenso viel Leidenschaft steckt wie auf der Bühne, zeigt sich bereits in den monatelangen Vorbereitungen. Ende Januar begann das Ensemble mit den Proben, las sich in das Stück ein und traf sich Woche für Woche. Bis zur Premiere kommen für jede Darstellerin und jeden Darsteller rund 60 bis 70 Probenstunden zusammen. Kostüme stammen teilweise aus dem eigenen Fundus, vieles wird von Vereinsmitgliedern selbst genäht. Für die Trachten des aktuellen Stücks entschied sich die Gruppe allerdings für einen Neukauf. Unterstützt werden die Schauspieler von zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich um Bühnenbild, Requisiten und Kostüme kümmern.

Für eine Premiere sorgt auch die Musik. Vereinsvorsitzender Wolfgang Snijders übernimmt erstmals die Rolle des musikalischen Leiters und hat eigens einen Titel für das Stück komponiert. Eine ungewöhnliche Aufgabe für jemanden, der eigentlich im Death-Thrash Metal zuhause ist, einer besonders extremen Spielart der Metalmusic. Der Wechsel von harten Gitarrenriffs zur volkstümlichen Klangwelt sei eine reizvolle Herausforderung gewesen. »Unser Sommerstück ist ganz anders als die Weihnachtsaufführung«, sagt Wolfgang Snijders. »Das Weihnachtsmärchen richtet sich an die ganze Familie – von den Kindern bis zu den Großeltern. Im Sommer wollen wir unser Publikum mit einer unterhaltsamen Komödie begeistern und dafür sorgen, dass die Menschen einfach vom Alltag abschalten können.« Dazu gehört auch die Pause zwischen den Akten, in der traditionell Sekt auf Spendenbasis angeboten wird und sich Publikum und Ensemble austauschen können. Seit dem vergangenen Jahr spielt die Wentorfer Bühne ihre Produktionen in der Aula des Gymnasium Wentorf. »Wir fühlen uns hier sehr wohl«, so der Vorsitzende. Snijders engagiert sich nicht nur im Verein selbst, sondern auch im Verband Hamburger Amateurtheater und setzt sich dort für die Interessen der Amateurbühnen ein. Gemeinsam mit seinem Team richtet er den Blick bereits in die Zukunft: 2029 feiert die Wentorfer Bühne ihr 50-jähriges Bestehen.

Karten für »Mordsspaß im Musikantenstall« sind ab sofort im Vorverkauf in der Haspa Wentorf, Hamburger Landstr. 36, sowie bei der Veranstaltung an der Abendkasse erhältlich. Der Eintritt kostet € 7,-. Online Reservierungen sind unter www.wentorfer-buehne.de möglich

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