Jubiläum
125 Jahre Maria-Magdalenen-Kirche
, von Leif Sandtner

Reinbek – Die Maria-Magdalenen-Kirche, die lange Zeit schlicht »Kirche in Reinbek« hieß, hat Grund zu feiern: »Als eine rechte Zierde des Bauhandwerks soll unsere Kirche nun mit Gottes Hülfe emporwachsen zu einem weithin sichtbaren Denkmal, das mit seinem Thurm nach oben weist, wie mit ausgerecktem Finger« – so wünschte es sich der damalige Pastor Andreas Fries bei der Grundsteinlegung.
Im neugotischen Stil nach Plänen des Architekten Hugo Groothoff als Saalkirche errichtet, steht sie seit nunmehr 125 Jahren an der Straße nach Schönningstedt.
Der Bau schritt schnell voran: Im Juni 1900 wurde der Grundstein gelegt. Am 23. August 1900 fand »unter zahlreicher Beteiligung der Gemeinde Reinbek« bereits das Richtfest statt und am 21. Juli 1901 wurde die Kirche feierlich eingeweiht! Als ein das Stadtbild prägendes Bauwerk aus Backstein mit ihrem mit Kupfer gedeckten Turm präsentiert sich die Kirche heute, zumindest äußerlich, beinahe noch wie 1901.
Seit 125 Jahren werden hier Gottesdienste und Andachten gefeiert, Paare getraut, Kinder getauft, Jugendliche konfirmiert und Menschen zu Grabe getragen.
Seit 125 Jahren schlägt die Turmuhr – nach wie vor ist es das Originaluhrwerk – und die Glocken rufen die Menschen zusammen.
Die Gemeinde lebt seither nach dem Aufruf im 1. Petrusbrief: »Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen«.
Denn was wäre das Gebäude ohne die Vielfalt der Menschen, die es beleben?
Belebt wird es auch im August! Nach den Sommerferien findet das Jubiläumswochenende statt: Am Sonnabend, 22. August, wird es ein Gemeindefest geben. Rund um die Kirche wird – von 14 bis 20 Uhr – gefeiert: mit Musik und Theater, Führungen durch die Kirche, Kaffee und Kuchen, Grillwurst und Bier.
Am Sonntag, 23. August, 11 Uhr, lädt die Gemeinde zu einem Festgottesdienst, der von der Kantorei Reinbek musikalisch mitgestaltet wird. Anschließend wird bei einem Empfang auf das Jubiläum angestoßen.