Kirche Aumühle

Er hatte einen Traum

, von Leif Sandtner

Die Aumühler Telemann-Crew v.l.: Andrea Wiese, Nina Schega, Luca Riepe, Clara Brosse, Diakon Tobias Knöller, Pastor Tobias Knöller

Aumühle – Kaum ein Musiker war zu seiner Zeit so erfolgreich wie Georg Philipp Telemann (1681-1767). Aber wie wurde er zu einem der berühmtesten deutschen Musiker des 18. Jahrhunderts? Zum Barock-Star von Hamburg, wo er das Musikleben über Jahrzehnte maßgeblich prägte und auch seine letzte Ruhestätte fand. Und welche Widerstände galt es damals für den Jungen zu überwinden, um in Magdeburg, seinem Geburtsort, und dann später in Hildesheim, wo er zu Schule ging, seinen Traum zu verwirklichen, Musiker zu werden? Mit 12 (!) Jahren komponierte Georg Philipp seine erste Oper, als totaler musikalischer Autodidakt, »Sigismundis« (ca. 1693). Es folgten 3-Akter wie »Der lachende Democritus« oder auch »Adonis« und »Narcissus«. Nomen est omen.

In der Aumühler Kirche ist die Geschichte des jungen, sehr fokussierten Telemann jetzt auch in einem szenischen Mitmachkonzert zu erleben. Basis ist ein vom Hamburger Dirigenten Karsten Gundermann geschriebenes Buch. Den musikalischen Part übernimmt die renommierte Hamburger Ratsmusik, gespielt, gesungen und moderiert wird alles von den Kindern und Jugendlichen der Wohltorf-Aumühler Kantorei. Clara Brosse (vorn) gibt den jungen Georg Philipp. Nina Schega (Großmutter Telemann, 2.v.li.), Luca Riepe (Mutter Telemann, 3.v.li.) und Diakon Tobias Knöller (2.v.re.) vervollständigen das »Barock(e)«-Schauspielensemble. Tobias Knöller (re.), der neue Pastor der Gemeinde, moderiert. Orchestriert wird das Ganze von der Wohltorf-Aumühler Kantorin, Andrea Wiese (li.).

Zuschauer und Zuschauerinnen dürfen sich ebenfalls mit einbringen und Teil der Aumühler Aufführung werden.

Einen kleinen Einblick in die ganze Story gibt übrigens auch Telemanns »Autobiographie«. Und natürlich auch das Hamburger Telemann-Museum in der Neustadt, Peterstraße 31, das einzige Telemann-Museum weltweit.

Aufführung am 22. März, 17 Uhr, in der Aumühler Kirche. Karten: € 10,-/15,-/ Familienermäßigung ab dem dritten Kind. msd

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