Wentorfer Bühne spielt jetzt im Gymnasium Wentorf

»Frau Holle« schüttelt doch noch die Federn

, von Stefanie Rutke

Die Wentorfer Bühne probt für das Weihnachtsmärchen »Auf zu Frau Holle«.

Wentorf – Die Mitglieder der Wentorfer Bühne sind wieder glücklich: Nachdem im vergangenen Jahr schweren Herzens aufgrund mehrerer Krankheitsfälle das geplante Weihnachtsmärchen »Auf zu Frau Holle« komplett abgesagt werden musste, feiert das Stück jetzt Premiere. Seit Wochen proben die Laiendarsteller – allerdings nicht mehr wie gewohnt in der Aula der Gemeinschaftsschule, sondern in der Aula des Gymnasium Wentorf.

»Wir proben und spielen jetzt im Gymnasium«, erklärt Wolfgang Snijders, erster Vorsitzender der Wentorfer Bühne. Grund für den Ortswechsel ist, dass Stephanie Zumblick, kommissarische Schulleiterin der Gemeinschaftsschule, keine Möglichkeit gesehen habe, der Wentorfer Bühne die Aula für eine Woche zur Verfügung zu stellen. »Wir brauchen die Woche, um vor der Premiere die Generalprobe, die Kostümprobe, Licht- und Soundcheck durchzuführen«, erklärt Snijders. Alle Mitglieder der Schauspieltruppe sind entweder berufstätig oder gehen zur Schule und spielen in ihrer Freizeit.

Mit der Frage, wo geprobt werden kann, stand die Zukunft der Bühne zur Diskussion. Nachdem das Weihnachtsmärkten im vergangenen Jahr ausgefallen war und die Truppe deshalb keine Einnahmen hatte, musste jetzt schnell gehandelt werden.

»Ich habe mich an die Bürgermeisterin gewandt«, so der Vorsitzende der Bühne. Kathrin Schönings Antwort war: »Wir finden eine Lösung.« Die bietet das Gymnasium Wentorf mit seiner Aula. Die neue Situation ist eine große Herausforderung für alle: »Die Bühne ist tiefer als die in der Gemeinschaftsschule, bietet mehr Platz und hat eine festinstallierte Vorbühne«, freut sich Snijders. Und im Zuschauerraum haben 250 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz – mehr als vorher. Allerdings ist der Bühnenraum nicht so hoch wie in der Gemeinschaftsschule – deshalb müssen sämtliche Kulissen gekürzt werden. Licht- und Tontechnik werden in Kooperation mit einer AG des Gymnasiums organisiert. »Unser Dank geht an Kathrin Schöning und die Schulleitung«, sagt Snijders.

Es geht turbulent zu in der modernen Inszenierung »Auf zu Frau Holle!«. Die Geschichte aus der Feder von Silke Ahrens-Rapude ist angelehnt an das Märchen der Gebrüder Grimm: Marie (Katrin Belten) sitzt am Brunnen – ihre Spindel ist hineingefallen! Was soll sie nur machen? Ihre böse Mutter Frau Schnatter (Christin Krausler) oder ihre faule Schwester Chantalle (Daniela Snijders) zur Hilfe holen? Nein, unmöglich. Zum Glück lernt Marie den Frosch Friedolin (Dierk Berger) kennen. Er nimmt sie mit in die Märchenwelt von Frau Holle (Nevenka Erdmann), in der das Brot (Dierk Berger) sprechen und der Apfel (Ann-Christin Komroczki) tanzen kann. Und auch die vier Jahreszeiten dürfen nicht fehlen: Freya Frühling (Edda Belten), Herr Sommer (Thorsten Heins), Hertha Herbst (Lana Belten) und Wonda Winter (Finja Lüdemann). Regie führen Renée Behrend und Dierk Berger.

»Auf zu Frau Holle!« ist zu sehen am Freitag, 28. November um 16 Uhr, am Sonnabend, 29. November und am Sonntag, 30. November, jeweils um 14.30 und 17 Uhr. Gespielt wird in der Aula des Gymnasium Wentorf, Hohler Weg 16 in Wentorf. Karten zum Preis von € 5,- gibt es bei Mein Bioladen, Hauptstraße 4 in Wentorf und online unter www.wentorfer-buehne.de Stephanie Rutke

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