Kino
»Kinshasa Symphony«
, von Leif Sandtner

Aumühle – Das Augustinum, Mühlenweg 1, lädt am Sonntag, 12. Oktober, 19 Uhr, zum Kinoabend mit dem Dokumentarfilm über das einzig(artig)e Symphonieorchester in Zentralafrika. Regie: Claus Wischmann, Martin Baer. Größtenteils Originalsprache mit deutschen Untertiteln.
In völliger Dunkelheit spielen zweihundert Orchestermusiker Beethovens Neunte – »Freude schöner Götterfunken«. Ein Stromausfall wenige Takte vor dem letzten Satz. Probleme wie dieses sind noch die kleinste Sorge des einzigen Symphonieorchesters in Zentralafrika. In Kinshasa, der Hauptstadt des Kongo, leben die Menschen umringt von Armut und Verzweiflung. Doch inmitten dieser Trostlosigkeit hat sich eine musikalische Oase gebildet: das »Orchestre Symphonique Kimbanguiste«, bestehend aus 200 Mitwirkenden, allesamt Laien. Ihr Ziel: klassische Musik als Gegenpol zur Tristesse des Alltags. »Kinshasa Symphony« zeigt Menschen in einer der chaotischsten Städte der Welt, die eines der komplexesten Systeme menschlichen Zusammenlebens aufbauen: ein Symphonieorchester. Der Dokumentarfilm wurde auf der Berlinale 2010 uraufgeführt und erhielt im gleichen Jahr den Publikumspreis beim 6. Festival des deutschen Films.
Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Eintritt € 7,-; Dauer: 95 Min.