Städtebattle im Poetry-Slam

Sachsenwald-Slam im Reinbeker Schloss

, von Susanne Nowacki

Die beiden Organisatorin Victoria Helene Bergemann und Elke Güldenstein freuen sich auf einen spannenden Dichterwettstreit im Festsaal des Schlosses. FOTO: Susanne Nowacki

Reinbek – Spannung pur, Gänsehaut, ein Abend voller Frohsinn und Glückseligkeit. Das verspricht Mitorganisatorin Victoria Helene Bergemann beim Poetry Slam am 28. Januar, 19.30 Uhr, im Festsaal des Reinbeker Schlosses. Denn diesmal treten zwei Teams im Dichterwettstreit gegeneinander an. Jeweils vier bundesweit bekannte und vielfach ausgezeichnete Poetinnen und Poeten aus Hamburg und Kiel wollen ihre Dicht- und Sprechkunst zeigen und sich in zwei Runden messen. In der Vorrunde treten die acht Künstler jeweils fünf bis sechs Minuten auf die Bühne und stellen sich dem Votum der Publikumsjury. Alle Texte müssen selbstgeschrieben sein, niemand darf singen oder irgendwelche Hilfsmittel und andere Requisiten mit auf die Bühne nehmen. In die Finalrunde entsenden die Teams ihre stärkste Kraft noch einmal in den spannenden Wettkampf. »Das Besondere ist die Jury, die aus dem Publikum ausgewählt wird«, betont Elke Güldenstein, Kulturmanagerin im Schloss Reinbek.

Seit 2017 locken jährlich vier Sachsenwald-Slams immer mehr Gäste in das historische Schloss. »Victoria Helene Bergemann hat mich 2016 angesprochen auf der Suche nach einem Raum für Poetry-Slam-Veranstaltungen«, erinnert sich Elke Güldenstein. »Warum nicht im Schloss?« Die Kulturmanagerin sieht damit das generationsübergreifende Konzept der Veranstaltungen in den Schlossräumen perfekt umgesetzt. »Zu diesen Slam-Veranstaltungen kommen junge Leute, Pärchen, aber auch Familien und ältere Besucher. Sie alle haben viel Freude an den Vorträgen.«

Nun gilt es im Städtebattle festzustellen, wo die stärkeren Poeten zuhause sind: in der Weltstadt Hamburg oder im kleineren Kiel mit ausgeprägter Studenten- und Slam-Szene?

Für wen das Herz der gebürtigen Reinbekerin und selbst erfolgreichen Slammerin Victoria Helene Bergemann schlägt, die inzwischen in Kiel wohnt, wollte sie nicht verraten, denn sie wird den Abend moderieren. Außerdem kommen die Poetry Slamer auf ihre Einladung nach Reinbek. Für das Team Kiel werden Jesko Vorbeck, Michel Kühn, Mona Harry und Anneke Schwarck antreten.
Für das Team Hamburg sind Hannes Maaß, Liefka Würdemann, Danny Grimpe und ein Überraschungsgast am Start.

Sie werden im fairen und unterhaltsamen Wettstreit klären: Was ist hier der echte Norden? Sprotten oder Astra? Ostsee oder Elbe? Wer kann den größten Fisch an Land ziehen und die sieben Weltherzen erobern? Wer weiß, wo die Möwe hinfliegt? Und am wichtigsten: Welches Team kann Publikum und Jury am Ende überzeugen beim Poetry Slam in Reinbek am Dienstag, 28. Januar 2020, ab 19.30 Uhr.

Musikalisch umrahmt wird der Abend von Ofield, Singer/Songwriter aus Hamburg mit irischen Wurzeln. Stets im Hemd, begleitet von seiner Gitarre und mit einem Lächeln auf dem Gesicht, singt der gebürtige Mannheimer Songs über Momente, die das Leben ausmachen.

Der Eintritt beträgt € 7,-, Tickets gibt es an der KulturKasse in der Stadtbibliothek, Hamburger Straße 8 in Reinbek, Telefon 040-72750800 sowie eine Stunde vor Beginn an der Kasse im Schloss Reinbek oder online unter www.kultur-reinbek.de

Weitere Termine des Sachsenwald-Slam im Schloss Reinbek sind am 5. Mai, 25. August als Open Air-Event (bei Regen im Schloss) und am 24. November 2020.

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